Warum Zinsen für jede Wirtschaft der Untergang sind


Inhaltsverzeichnis


01: Einführung
02: Wozu es Geld gibt
03: Die Gier der Menschen
04: Warum Zinsen niemals funktionieren können
05: Wie funktioniert eine Wirtschaft ohne Zinsen?
06: gehen wir einen Schritt weiter: Stabilisierung des Geldwertes und Abschaffung der Steuern!





Einführung

Im letzten Quartal des vergangenes Jahres war es mal wieder so weit, einige der größten Banken der Welt hatten sich massiv verschuldet und drohten unterzugehen, wenn nicht extrem große Staatsanleihen gemacht worden wären. Die gesamte Weltwirtschaft stand binnen weniger Tage Kopf und es kam zum Wertverlust vieler Aktien. Da jetzt die meisten Banke sehr vorsichtig geworden sind, was die Vergabe von Krediten anbelangt, gibt es bei vielen Unternehmen Hemmungen, zu Investieren, bzw die Gelder für neue Investitionen werden nicht genehmigt. So kommt es zu Finanzierungsproblemen bei den Unternehmen und es müssen Gelder eingespart werden, wodurch die Arbeitsplatze gefährdet sind, andererseits werden aber auch die Preise erhöhrt um die Kosten zu decken. Somit kommt es immer mehr zu einer klaffenden Schere auf dem Finanzmarkt, weil immer mehr Menschen arbeitslos werden und es trotzdem einfach Geld fehlt. Der Staat verschuldet sich auch Tag für Tag mit Unsummen um das ganze irgendwie zu decken, aber warum fehlt überhaupt das ganze Geld und wie konnte es dazu kommen, dass es fast 80 Jahre nach der letzten Inflation wieder beinah zu so einer Katastrophe kommt, oder steht sie bisher noch aus und keiner weiß es bisher?

In diesem Artikel möchte ich grundlegend auf unser Finanzsystem eingehen, das weltweit so verwendet wird und welche Probleme es hat, aber auch welche Lösungsmöglichkeiten es für diese Probleme gibt.




Wozu es Geld gibt


Fangen wir zuerst mit einer grundlegenden Frage an:

Was ist überhaupt Geld?


Zu Beginn der Menscheit waren die meisten Menschen Selbstversorger, bzw es gab kleinere Gruppierungen, die sich gegenseitig versorgt hatten. Jeder hatte einen Teil zur Gemeinschaft beigetragen. Die einen spezialisierten sich auf das Jagen, andere auf den Feldbau und wieder andere für Bauen usw. So konnten die grundlegenden Bedrüftnisse dieser kleinen Gruppe gedeckt werden und es gab normalerweise auch keine, bzw wenn dann nur kleinere Probleme (wieviele Leute kümmern sich um das Jagen usw, damit es für alle reicht).

Wenn sich dann aber mehr Menschen konzentrieren, bzw Siedlungen entstanden, oder gar mehrere Siedlungen untereinander im Konktakt standen, konnte nicht mehr einfach eine gewissen Gruppe von Menschen als Jäger usw festgelegt werden, da es zu komplex wurde, das ganze auf die anderen Menschen aufzuteilen. Vorallem durch den Kontakt zu anderen Siedlungen kam es dann mehr und mehr zum Handel. Dieser war am Anfang einfach auf Basis vom Tausch Güter gegen Güter.
Nur dieses Prinip stieß schnell auf Probleme, denn auf welche Weise wollte man festlegen, wieviel Kolben Mais eine Kuh wert ist oder wieviel Brotlaibe ein ganzes Haus kostet usw.

Es bestand also die Notwendigkeit nach einem einheitigen System zum tauschen von Gütern, mit dem deren Werte gemessen werden konnte. Die Antwort waren Münzen aus wertvollen Metallen und später dann irgendwann auch "Banknoten", welche eine gewisse Zahl von Münzen repräsentieren, allerdings waren diese nun auf einer "Bank" eingelagert und die Banknoten waren die Umtauschscheine für diese Münzen. Soweit so gut, es gab nun eine einheitliche Basis, anhand derer man den Wert von Gütern messen konnte und auf diese Weise ist es möglich, Tausch von Gütern zu schaffen, auch in größeren Gesellschaften. Somit können sich mehr Leute nun noch mehr spezialisieren und es ist nun möglich, dass einzelne sich nicht mehr um die Versorgung mit grundlegenden Gütern kümmern, sondern es ist nun möglich, dass einzelne sich Aufgaben widmen, die das tägliche Leben verbessern, bzw verschönern usw. Entwicklung von Technologien usw. Durch Geld können nun auch diese Leistungen gemessen werden und andere können sich im größeren Maßstab um die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln kümmern, was im großen Maßstab oft effizienter möglich ist.

Wie wir sehen, ist es für das funktionieren einer hoch entwickelten und hoch technisierten Gesellschaft absolut unumgänglich, Geld zu nutzen.


Wo liegt jetzt also das Problem?




Die Gier der Menschen


Das Geldsystem an sich funktioniert wunderbar, aber es kam leider das ins Spiel was auch in vielen anderen Fällen schon den Menschen Probleme bereite: die reine Gier nach Macht oder Reichtung oder beidem, unabhängig der Kosten, die andere dafür aufwenden müssen.
Diese Gier ist leider auch von der Evolution her bedingt, denn es hatte in der Frühzeit der Evolution einfach der am besten überlebt, der sich z.B. die meisten Vorräte für den Winter zusammensammeln konnte. Und wer Macht über andere Menschen hat, der hat auch besser Chancen bei den Weibchen. Leider gab es in der biologischen Evolution nie den Schritt, dass gesellschaftliches Denken überwiegen kann, also die Bereitschaft, nicht alles haben zu wollen, sondern es fair zu teilen usw.
Bzw zu dem Zeitpunkt, ab dem so ein Schritt in der Evolution Vorteile gebracht hätte, wurde die reine biologische Evolution bereits durch den Menschen unterbunden zum Teil. Denn er war nunmehr in der Lage selbst über das Schicksal zu bestimmen und eigentlich nicht überlebensfähige Menschen, die in er normalen Evolution nicht überlebt hätten, wurde jetzt durch andere Menschen am Leben gehalten. Auf diese Weise bestimmt der Mensch zum großen Teil nun also den Verlauf der eigenen Evolution. Dadurch war es allerdings auch möglich, dass Menschen wie Stephen Hawking und andere die Welt verändern konnten.

Das eigentliche Problem mit der Gier des Menschen ist nun das Geld. Zuerst gab es das Problem, dass irgendwann einmal Geld ausgeteilt werden müsste an die Bevölkerung, andererseits aber wollte nicht jeder Mensch sämtliches Geld bei sich tragen und gerade wenn größere Summen den Besitzer wechseln sollten, war dies durch einfachen Münztausch nur sehr aufwändig. Daher kamen die Banken gleichzeitig ins Spiel. Wenn Menschen Geld brauchten, wurde ihnen dieses von der Bank ausgeliehen. Weiterhin konnte das Geld entweder direkt in Form von Münzen entgegengenommen werden, oder aber es wurde in Form von "Wertpapieren", also Geldscheine, die eine gewisse Summe von Münzen repräsentieren, die auf der Bank liegt. Und weiterhin gibt es auch das sog. Buchgeld, Geld, das gar nicht real existiert sondern rein als Zahl in den Büchern der Bank. Auf diese Weise ist es möglich, bequem Transaktionen durchzuführen, ohne dabei die eigentliche Geldmenge bewegen zu müssen.

Die Gier der Menschen kommt nun in der Form ins Spiel, weil die Banken zum Verleih von Geld Zinsen verlangten. Diese bedeutend, pro Anzahl Münzen wird eine bestimmte Anzahl von Münzen zusätzclih an die Bank zurückgezahlt. Je mehr Geld man also ausleiht, desto mehr Geld bekommt die Bank im Endeffekt also zurück.
Soweit klingt das vielleicht sinnvoll, weil die Bank muss ja auch von etwas leben und kann das ganze nicht zum Nulltarif machen, da sie genauso eine Dienstleistung bringt, wie ein Handwerker oder so. Nur eben die Art und Weise, wie sich die Bank finanziert, ist das Problem.




Warum Zinsen niemals funktionieren können


Wo liegt also nun das Problem von den Zinsen?


Mach wir dazu ein einfaches Beispiel.
Es gibt eine autonome Gruppe von Menschen, die abgetrennt vom Rest der Welt lebt. Diese Gruppe von Menschen umfasst lediglich 20 Personen. Um nun innerhalb dieser Gruppe den Handel zu ermöglichen, wird Geld eingeführt. Einer der Leute erklärt sich bereit, als Bänker zu fungieren und die finanziellen Angelegenheiten zu verwalten. Jeder von ihnen bekommt ein Startkapital von 10.000€. Somit beträgt das Gesamtkapital der Gesellschaft 200.000€. Dieses Geld wurde direkt ausgegeben und es gehört auch jedem. Im normalen Handel ist es halt nun so, dass sich das Geld unter den Menschen verteilt, aber die Gesamtsumme bleibt immer 200.000€. Irgendwann hat einer der Personen mehr Geld erwirtschaftet und hat somit mehr Kapital als er direkt benötigt. Dieses Kapital legt er bei der Bank ab, damit diese es verwahren kann. Somit hat die Bank nun Eigenkapital, dass sie verwenden kann um es z.B. einer anderen Person, die nicht so gut wirtschaftet, einen Kredit zu geben.
Nehmen wir an, die Bank leiht dem Kreditnehmer einen Betrag von 10.000€. Wenn auf diesen Betrag ein Zins von 20% liegt, bedeuted es, dass der Kreditnehmer nach Ablauf der Kreditfrist 12.000€ zurückzahlen muss. Bis jetzt erscheint hier noch nichts komisch, 2.000€ mehr zurückzahlen sollte irgendwie möglich sein, wenn man gut wirtschaftet.

Nur nehmen wir jetzt als krasses Beispiel an, dass der Kreditnehmer einen Betrag von 150.000€ abhebt. D.h. von den 20 Personen hat nun einer 150.000€ und die anderen teilen sich die verbliebenen 50.000€ untereinander, welches im Umlauf ist. Wenn wir nun von einem horrenden Zinssatz von 100% ausgehen, dann würde dies nun aber bedeuten, der Kreditnehmer muss erstens die 150.000€ erwirtschaften, und zweitens, er musst noch weitere 150.000€ zusätzlich erwirtschaften.
Jetzt die einfache Frage: wie soll das gehen. Die Gesellschaft hat gesamt 200.000€. Der Kreditnehmer müsste nun also an die Bank mehr Geld zurückzahlen, als wie überhaupt auf dem gesamten Markt verfügbar ist!

In dem Beispiel ist nun offensichtlich, dass dies einfach nicht funktionieren kann. Aber seit Jahrhunderten versucht die Gesellschaft es so zu machen. Da die Zinssätze relativ gering sind, fällt dieses Problem vorrangig nicht auf. Aber sobald jemand einen Kredit aufnimmt und diesen zurückzahlt in der heutigen Welt, muss sich eine andere Person wieder verschulden. Je mehr Geld also auf dem Markt zu sein scheint, desto höher die die Schulden, die irgendwer, irgendjemanden zurückzahlen muss. Auf diese Weise entstehen auch erst die Staatsschulden. Der Staat versucht den Bürgern zu helfen, die am Existenzlimit sind und kein Geld mehr haben um sich selbst zu versorgen. Und um Gewalt zu verhindern, investiert der Staat Geld, damit diese Menschen etwas zum Leben haben. Aber woher soll der Staat das Geld nehmen, dass gar nicht existiert? Er nimmt sich daher auch Schulden bei der Bank auf und das Geld was damit im Umlauf kommt ist genauso Geld das eigentlich gar nicht existiert.

Auf diese Weise steuert die gesamte Gesellschaft immer mehr in Probleme, welche sich bei den normalen Zinssätzen eben alle 70-80 Jahre in Form einer Wirtschaftskrise manifestieren. Leider lernte bisher nie einer aus den Fehlern, bzw es waren nie genug Menschen da, die das Problem bewusst durchschauten und die zusammen was hätten erreichen können.




Wie sieht die Wirtschaft ohne Zinsen aus?

Die Antwort:
prinzipell genauso. Es ändert sich grundlegend nichts. Eben nur der eine Punkt, dass es keine Zinsen mehr gibt. Aber die Zinsen sind nicht notwendig, damit eine Wirtschaft funktionieren. Sie dienten einzig und allein als "Honorar" der Banken. Realistisch gesehen haben sich die Banken bisher immer selbst beschissen, da sie sich von Geld haben bezahlen lassen, das nichtmal existiert, somit sind eigentlich die Banken die Verlierer der Wirtschaftskrisen, da aber unser gesamtes Wirtschaftssystem von den Banken abhängt, zieht dies leider alles hinter sich her.

Was wäre die einfachste Abhilfe, damit die Banken selbst Geld zum Leben haben und dennoch es keine Zinsen gibt?
ganz einfach, die Arbeit von den Banken selbst ist nichts weiter als eine normale Dienstleistung. Sie wird eben auch als solche bezahlt. Da es für einen Bänker keinen Unterschied macht, ob er 100€ von einem Konto zum nächsten transferriert oder ob es 10Mio Euro sind, darf es daher auch keine mengenbasierte Entlohnung geben, sondern diese muss auf Basis der benötigten Zeit berechnet werden, da Geld an sich kein Güter ist der nach Menge bezahlt wird. Grundlegend würden die Banken dadurch natürlich weniger verdienen, aber dazu müssen dann einfach Gebühren eingeführt werden, für jede Aktion die die Bank mit dem Geld machen soll, wird eine feste Gebühr fällig. Die ist zwar dann sicher höher als aktuelle Gebühren, dafür verliert man aber auf der anderen Seite kein Geld mehr durch die Zinsen, wodurch sich das ganze ausgleicht.

Auf diese Weise kann es zu keiner Geldvermehrung mehr kommen auf dem Markt und man hat ein festes Grundkapital, mit welchem gearbeitet wird.

Wären davon Aktien und Optionen usw betroffen? Nein. Der Aktienmarkt gerade mit seinen Optionsverkäufen usw hat zwar keinen unentscheidenden Einfluss auf die Wirtschaftssituation, aber er trägt lediglich die Folgen der Zinsen weiter. Da Aktien fest mit einem bestimmten Kapital verbunden sind, gibt es hier keine Probleme und der Aktienmarkt wird auch ohne Zinsen weiterhin wie gewohnt funktionieren.


Jetzt wird nur sicher die berechtigte Frage kommen, wie denn ein Wirtschaftswachstum funktionieren kann? Weil wenn ohne Zinsen das Geld auf dem Markt nicht mehr wird, dann ist an sich ja auch kein höheres Wirtschaftswachstum möglich.
Diese Aussage ist aber an sich falsch. Es erweckte bisher nur den Eindruck, als würde die Wirtschaft pro Kopf stärker werden. Da aber in Wahrheit durch die Vermehrung des Geldes der Wert pro Einheit sank, war lediglich die Vergleichsbasis größer geworden. Es gab also nie eine feste Bezugsgröße, anhand derer ein reales Wirtschaftswachstum bestimmt werden konnte. Klar kann eine Gesellschaft es schaffen immer mehr zu produzieren, aber sie kann nicht mehr produzieren, als wie sie verbrauchen kann und durch Exporte steigt dann zwar die Wirtschaftsleistung bezogen auf das Land, global gesehen (und nur das zählt) änderte sich aber daran trotzdem nicht viel.




Gehen wir einen Schritt weiter: Stabilisierung des Geldwertes und Abschaffung der Steuern.


Dies mag jetzt sehr gewagt klingen, ist aber lediglich eine logische Konsequenz aus dem Fehler mit den Zinsen.

Normalerweise, wenn in einer Gesellschaft ein fester Wert an Geld vorhanden ist und es keine Zinsen gibt, sollte dieses System stabil funktionieren, da es keine Schuldenfalle mehr gibt und damit der Wert von dem Geld an sich stabil bleibt.
Da aber ein Wirtschaftssystem normalerweise nur auf nationaler Ebene bisher arbeitet, ergibt sich das Problem, dass vorallem durch Exporte die exportkräftigen Nationen irgendwann zuviel Geld hätten und damit innerhalb der Nation der Wert von dem Geld sinken würde und bei Nationen die mehr importieren als exportieren, würde das Geld weniger werden und damit eine Defltation einsetzen.
Auch im kleinen Maßstab passiert dies. Es gibt Menschen mit einer sehr hohen Arbeitsleistung und Menschen mit weniger Arbeitsleistung. Irgendwann würde das einstmals gleichmäßig verteilte Geld bei denjenigen auf dem Konto liegen, die gut wirtschaften und andere würden in Armut leben. Theoretisch könnte man dies als Mittel der Evolution betrachten. Die besten setzen sich durch. Allerdings ist sowas in einer hoch entwickelten Gesellschaft nicht machbar und es würde zu massiven Problemen führen, die auch gewaltätige Handlungen mit sich führen würden usw, was den gesamten Lebensstandard senken würde. Es gibt eine humande Methode für das ganze, die sogar die Notwendigkeit von Steuern hinfällig macht und die gleichzeitig für eine Stabilisierung vom Geld sorgt, sodass JEDER Geld zum Leben hat.

Die Grundidee stammt von der Seite: www.joytopia.net, sie korreliert aber mit meiner Vorstellung, allerdings nicht komplett, weshalb ich das ganze hier nochmal erläutern werde:

Geld muss erzeugt und zeitgleich vernichet werden! Wie das Leben, so kann auch das Geld nicht ewig bestehen. Es muss neues geschöpft werden und altes vernichtet werden. Dabei aber mit einer bestimmten Verteilung:
Jeder Mensch bekommt pro Monat einen bestimmten Betrag an Geld, unabhängig davon was er arbeitet. Ein Teil von dem Geld bekommt er direkt selbst und ein anderer Teil geht direkt zum Staat. Da dieses Geld aus dem Nichts geschöpft wird, kann man in dem Fall nicht von Steuern sprechen, zumal der Staat von jedem Bürger das gleiche bekommt. D.h. es gibt jeden Monat ein Grundgehalt, das für jeden Menschen gleich ist und der Staat bekommt damit jeden Monat eine fest Summe die lediglich von der Anzahl der Menschen abhängig ist. Da jeder Mensch nun jeden Monat Geld bekommt, gibt es keine Notwendigkeit für Sozialhilfen, wodurch ein sehr großer Posten vom Staatshaushalt entfällt.
Da nun aber jeden Monat eine Gewisse Menge an Geld in den Kreislauf kommt, muss auf der anderen Seite auch wieder welches verloren gehen. Dies wird in Form von negativen Zinsen gemacht. Ja jetzt kommen zwar wieder Zinsen ins Spiel, diesmal aber ist es eine mathematische Notwendigkeit. Es wird jeden Monat ein bestimmter Prozentsatz vom Geld abgezogen. Dadurch pendelt sich die Geldmenge abhängig von dem Zinsatz und von dem eingehenden Geld bei einem bestimmten Betrag ein. Sollte auf dem Markt sehr viel Geld sein, dann wird durch diese Aktion sehr viel Geld "vernichtet". Ist auf dem Markt weniger Geld, dann geht auch weniger verloren. Auf diese Weise, unabhängig davon wieviel gerade auf dem Markt ist, gibt es eine stabile Menge an Geld. Menschen, die viel Geld auf dem Konto haben, werden dabei auch viel verlieren, welche die weniger drauf haben merken davon fast gar nichts. Da nun aber es nicht förderlich ist, Geld auf einem Konto zu sparen, wird dadurch ein Zwang geschaffen, dass Geld im Umlauf zu halten. Allerdings ist die Notwendigkeit des Sparens nun auch nicht mehr so hoch, Kredite sind ja Zinsfrei. Ob man einen bestimmten Betrag vom Konto abhebt oder ob man einen bestimmten Betrag als Kredit nimmt, macht an sich nur den einen Unterschied, dass man beim Kredit rückwirkend sparen muss und damit sich das ganze auferzwingt.

Dies hat allerdings nicht zu bedeuten, dass man nicht mehr sparen kann. Diese negativen Zinsen beziehen sich lediglich auf das reale vorhandene Geld. Wenn nun das Geld was auf einem Konto angelegt wird, gleichzeitig von der Bank genutzt wird, um einen Kredit zu zahlen, dann liegt realistisch gesehen kein Geld auf dem Konto und somit kann davon auch nichts verloren gehen. Dies wäre dann natürlich die Kunst der Banken, Sparkonten zu bieten, die möglichst wenig Verlust haben um im Gegenzug aber auch günstige Kredite geben zu können.
Es muss dann aber auch ein Mechanismus gefunden werden, dass keiner große Geldsummen in Form von Bargeld in einem Sparschein ansammeln könnte was wohl nur dadurch möglich gemacht werden könnte, indem die Bargeldmenge gering gehalten wird, die auf dem Markt ist oder indem es gar kein Bargeld mehr gibt und alles nur noch bargeldlos gemacht wird.

Da jeder Mensch nun ein Grundgehalt bekommt und es daher theoretisch nicht mehr Arbeiten müsste um Geld zu bekommen, besteht eine gewisse Gefahr, dass dies von einigen Menschen ausgenutzt werden würde. Allerdings ist es bereits heute ja schon so, dass Menschen ohne Arbeit ein Arbeitslosengeld bekommen, wenn die Höhe vom Grundgehalt nicht deutlich höher wäre im vergleichbaren Wert, dann würde es sich aber theoretisch ähnlich wie bisher einpendeln, also in der Form, dass ein gewisser Teil der Bevölkerung arbeitslos wäre, da aber die meisten Menschen nach Wohlstand streben, würde dennoch die Nachfrage nach Arbeit nicht merkbar sinken. Durch das Grundgehalt und die fehlenden Steuern würde sich aber das gesamte Lohnsystem und die Preispolitik ändern, da die Lohnkosten drastisch sinken würden und somit könnten auch die Preise verringert werden, bis sich das ganze auf einem neuen Niveau eingependelt hat.







Da dieses Thema sehr komplex ist und viele Sachen davon nur theoretische Überlegungen sind, die in der realen Welt unter Umständen sich dann doch anders verhalten oder gar noch ganz andere Zusammenhänge, die ich in meinen Betrachtungen übersehen habe, würde ich mich sehr über Rückmeldungen zu diesem Artikel freuen, vorallem auch wenn es von meiner Seite offenbare Fehler geben sollte in meinen Überlegungen. In meinem Forum gibt es dazu schon einen passenden Thread:
Thread im Forum


Nachtrag:
insbesondere die Seite Joytopia lässt Fragen über ihre Seriösität aufkommen. In dem Diskussionsthread haben sich einige Sachen offenbart, die diese Seite in einem nicht mehr so schönen Licht erscheinen lassen:
Skepsis gegenüber Joytopia

Auch gibt es Probleme der Volkswirtschaft, für die das System mit dem Lebensgeld von Joytopia noch keine Lösung bietet, z.B. wie ein Wirtschaftswachstum erreicht wird, wenn es durch das bedingungslose Grundeinkommen keine Motivation mehr gibt zu Arbeiten. Und auch wie große Versicherungen weiterhin funktionieren sollen wenn ihre eigentliche Arbeitsgrundlage, ein großes Eigenkapital, durch den Geldverlust verloren geht.


Erstellt von: Robert Menger (Domaininhaber); letzte Aktualisierung: 06.02.2013
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