Nachdenkliches


Inhaltsverzeichnis

Einleitung
Wie alles begann
Entstehung von Sternen und Galaxien
Wie das Leben begann
Die schlussendliche Frage: Warum überhaupt?


Einleitung


Wer kennt nicht diese Frage: "WARUM?"
Die meisten stellen sich diese Frage nur bis zu einem Grad ab dem dann einfach gesagt wird "Ist einfach so."
Diese Aussagen "es ist einfach so", war für mich aber nicht aktzeptabel, ich wollte das "Warum?" weiter fragen, bis man wirklich beim untersten angekommen ist, wo einem alles klar wird und man kein Warum mehr fragen kann und braucht.

Dieses Denken hab ich eigentlich schon seit meinem ganzen Leben aber erst die letzten Jahre hab ich immer intensiver mich mit einigen grundlegenden Fragen beschäftigt und habe dabei viele Erfahrungen gesammelt, viel Wissen und auch teilweise einige erschütternde Antworten. Aber von dem Ziel, irgendwann mal kein "Warum" mehr fragen zu müssen, bin ich auch noch ein ganzes Stück entfernt, aber ich bin schonmal so weit, dass ich grob erahnen kann, wieviel mich da noch erwartet.
Der Weg des Verstehens brachte mir auch eine ganz neue Selbsterkenntnis. Man ist nicht mehr länger Teil eines schwimmendes Stromes, von dem man sich mitreißen lässt, sondern man kann darüberstehen und selbst seine Richtung einschlagen, wenn man nur will und vorallem auch weiß, wohin. Allerdings muss ich zugeben, ab und an mal im Strom mitzuschwimmen kann auch mal ganz entspannend sein, weil man sich dann doch eher weniger Gedanken machen muss.
Zudem ich mit der ganzen Erkenntnis auch eins festgestellt habe: zum reinen Leben kann es doch ganz schön sein, einfach nur "dumm" zu sein, weil wie heißt ein Spruch, "der dümmste Bauer ernten die größten Kartoffeln" usw. Mittlerweile würde ich mir ab und auch wünschen, einfach alles zu vergessen und "dumm" zu werden, weil je weniger man weiß, desto weniger Gedanken kann man sich um etwas machen und desto entspannter kann man halt "leben". Naja, beide Seiten haben irgendwie ihre Vorteile, abhängig vom Standpunkt des Betrachters.

Nichtsdestotrotz will ich hier einen kurzen Abriss darüber geben, wie die Welt, die uns umgibt, aussieht. Dabei will ich einfach bei der Entstehung des Universums anfangen und bis zu Evolution und der heutigen Zeit gehen. Nicht alle der hier getroffenen Aussagen sind dabei wissenschaftlich belegt, sondern spiegeln nur meine Einschätzung wieder, was aus meiner Sicht am logischsten wäre.

Denn das größte Problem der heutigen Wissenschaft ist, dass die grundsätzlichsten Fragen von allen noch nicht beantworten werden können und diese Fragen lauten:


Was ist Zeit und Raum?
Was ist Gravitation/(Elektro-)Magnetismus?
Was ist Energie?
Was ist überhaupt unsere Wahrnehmung?



Diese Fragen kann die Menschheit derzeit nochnichtmal ansatzweise beantworten. Auch die Stringtheorie und einige Abwandliungen der Quantenmechanik kann dazu noch keine gesicherten Erkenntnisse liefern, sondern sie sind lediglich Spekulationen.
die bisherige Wissenschaft ging natürlich nicht anders vor, zu Phänomenen wurden Theorien aufgestellt, ob es so sein KÖNNTE und dann wurden die Theorien auf ihre Vorhersagbarkeit geprüft und wenn diese in jeder Hinsicht stimmten, dann wurden diese Theorien als Erklärungsmodell genommen und damit unser Wissen erweitert.
Nur bei den letzten Fragen scheitert dies, weil wir zwar unter Umständen Theorien bilden können, die Raum, Zeit, Gravitation usw versuchen zu erklären, aber diese letzten Fragen sind so grundsätzlich, dass es vllt dem Mensch nie möglich sein wird über seine beschränkten Sinne die Theorien zu prüfen.
Das ist wie als wenn man im Inneren eines Hauses ohne Fenster und Türen stehen würde und wollte versuchen herauszufinden, wie das Haus von außen aussieht. Wie sich jeder in dem Beispiel klar denken kann, es ist unmöglich (wenn man nicht gerade die Wände aufsprengt oder durchbohrt).
Das gleiche ist aber auch beim Verständnis dieser grundlegenden Theorien. Unsere Wahrnehmung ist an Raum und Zeit und Gravitaton und EM Felder gebunden, wir sind also in ihnen Gefangen. Um sie zu begreifen müssten wir aber uns dieser Bindung lösen, um also objekiv "von außen" (nicht mit dem räumlichen Begriff verwechseln) diese Grundfeste zu beurteilen.
Der Mensch kann nur versuchen, verschiedene Theorien aufzustellen, aber ob diese überhaupt überprüfbar sein, bleibt offen. Weil wenn man im Inneren des Hauses z.B. ist, kann man zwar z.B. vermuten, welche Farbe der Außenanstrich hat, aber wie will man es prüfen, wenn man keine Möglichkeiten hat "rauszusehen".

Und was wäre, wenn wir wirklich verstehen würden, was Raum und Zeit usw ist, würde sich dadurch unser gesamtes Weltbild grundlegend verändern, oder würde es einfach nur dieses ergänzen? Vermutlich wäre, dass es das Weltbild nur ergänzen würde und grundlegend nix mehr verändert, weil es einfach völlig undenkbar ist (logischerweise). Aber wer weiß. Ein vielleicht für ewig unverständliches Rätsel.


Ich fang daher einfach dort an, wo unser Verstand noch mitkommt, bzw ich stelle einige Vermutungen zum "drumherum" und "davor" an. Ob diese stimmen oder nicht ist wissenschaftlich und logisch nicht belegbar. Es könnte auch anders aussehen, aber für mich persönlich sieht die Welt so am sinnvollsten aus.



Wie alles begann

Mittlerweile ist die Erkenntnis, dass alles in einem Urknall entstanden ist, recht gesichert. Basierend auf den Fakten, dass sich die Galaxien von einander entfernen und vorallem durch die gleichmäßige kosmische Hintergrundstrahlung. Denn damit diese Hintergrundstrahlung so gleichmäßig sein kann, muss es irgendwann einen thermischen "Abgleich" gegeben haben (wenn wie kaltes Wasser in einen Topf mit warmen Wassser gießen, dann gleich sich nach kurzer Zeit die Temperatur aus, durch Strömungsbewegungen und übertragen der Wärmeenergie durch Impulsweitergabe). Das gleiche muss auch im Universum geschehen sein, nur dass sich hier die Wärme durch Wärmestrahlung verbreitet hat. Wie wir durch Einstein wissen, kann im Raum sich nichts schneller als das Licht bewegen, somit konnte der Wärmeausgleich nur mit Lichtgeschwindigkeit erfolgen. Bei der heutigen Ausdehung des Universum ist es nicht möglich, dass es innerhalb der Entstehunggeschichte des Universums zu so einem Ausgleich gekommen ist, weil das licht einfach viel zu lange von einer Seite zu anderen braucht, bzw es ist ja immernoch unterwegs. Selbst wenn wir in der Geschichte weiter zurückgehen, reicht die Zeit bei der Größe vom Universum nicht aus, damit sich die Temperatur irgendwann angleichen konnte, und gerade in der inflationären Expansionsphase, wo der Raum mit mehr als Lichtgeschwindigkeit gewachsen ist (der Raum definiert sich selbst, daher trifft auf die Expansion die Relativitätstheorie nicht zu) wäre es nicht möglich gewesen.
Man muss also extrem weit zurückkehren und landet irgendwann bei einem Punkt in der Geschichte vom Universum, wo es extrem klein ist und man nur noch wenige Milliardstel Sekunden nach dem Urknall ist. Ausschließlich an so einem unvorstellbaren Punkt in der Geschichte ist es möglich gewesen, dass sich die Energieverteilung angleicht.

Nur was war der Urknall überhaupt? Je weiter wir in der Zeit zurückgehen, desto dichter und heißer wird alles und irgendwann verlieren die Naturgesetze ihre Gültigkeit, weil z.B. die starke und die schwache Kernkraft und sogar der Elektromagnetismus zu einer Kraft verschmelzen. Weiterhin löst sich die Materie auf, wie wir sie kennen, es gibt keine Protonen und Elektronen usw mehr, sondern irgendwann nur noch Energie...oder wenn man nach der Stringtheorie gehen will, dann hat man irgendwann nur noch einen Haufen Strings, die ja lediglich eine Form von Energie darstellen.

Doch was für Energie haben wir da? Es könnte so gewesen sein, dass "vor" dem Urknall (wobei die Anwendung von Zeit- und Raumbegriffen nicht möglich ist, da es kein vorher gibt und es gibt auch kein "außerhalb", nur zur besseren Verständlichkeit werden diese Begriffe verwendet) es nur eine Form von purer Energie gab und ein sogenannten "Quantenvakuum". Dieses Quantenvakuum zeichnet sich dadurch aus, dass aus Energie sich kurzzeitig Teilchen- Antiteilchen Paare bilden und dies sich wieder gegenseitig vernichten. Da es aber keine Zeitdimension gibt, finden diese Zustände GLEICHZEITIG statt. D.h. das Quantenvakuum ist gleichzeitig Energie und gleichzeitig ein Haufen Teilchen- und Antiteilchen.
Wenn alles perfekt läuft, dann ändert sich dieser Zustand auch nicht...es ist halt einfach ein bestimmter Zustand ohne Eigenschaften, da keine Zeit und kein Raum existiert, der irgendwelche Definnitionen zulassen könnte.

Da in diesem "Zustand" sämtliche Wahrscheinlichkeiten parallel auftreten, also bestimmte MÖglichkeiten der Kombination von Teilchen usw, kam es in unserem Fall dazu, dass ein bestimmter Teil von Teilchen sich ausreichend von den Antiteilchen separiert hatte und damit zwei Teilchenhaufen entstanden, die dann ihrerseits genug Enerige hatten um in sich gesehen Eigenschaften zu definieren, also Raum und Zeit.
Wichtig ist aber: da es im Quantenvakuum keinen Raum und keine Zeit gibt, existiert dieser Fehlerzustand gar nicht. Da nun aber in ihm Raum und Zeit definiert wurden, beginnt eine Entwicklung in diesem von außen gesehen nicht existierenden Zustand. D.h. unser Universum entstand aus einer der unendlichen Wahrscheinlichkeiten für Teilchen-/Antiteilchen Fluktuationen im Quantenvakuum und es existiert und existiert gleichzeitig nicht da es eben keine Zeit und Raum gibt.
Auf diese Weise werden im Quantenvakuum wahrscheinlich unendlich viele Universen gleichzeitig existieren aber auch nicht existieren. Alle mit einer unterschiedlichen Teilchenmenge (und damit Energie und Größe) und auch unterschiedlichen Eigenschaften, vllt sogar verschiedenen Dimensionen.

Unser Universum hatte eine bestimmte "Startenergie" und es entstanden die bekannten Raum- und Zeitdimensionen, wodurch auch innerhalb des Universums eine Entwicklung beginnen konnte.
Da nun die Raumdimensionen vorhanden waren, konnte aus den "Teilchen", die z.B. die Strings sein könnten, weitere Eigenschaften definiert werden, z.B. bildeten sich Strings mit bestimmten Eigenschaften heraus, die dann unsere heute bekannten Teilchen bilden, also Quarks und Gluonen, die ihrerseits wieder Protonen, Neutronen und Elektronen bilden, die ihrerseits dann durch die starke und schwache Kernkräfte dann Atome und Molekühle bilden. Aber auch andere Subatomare Teilchen werden gebildet, von denen viele heute immernoch nur theoretischer Natur sind, da ein Nachweis sehr kompliziert ist und extreme Energien erfordert.



So, nun haben wir einen Haufen von Teilchen direkt nach dem Urknall und in einer inflationären Phase expandiert das Universum sehr schnell fast auf seine heutige Größe. Da neben den Teilchen auch noch EM Wellen durch die extremen Energien erzeugt wurden, hatten wir auch gleich die Grundlage der kosmischen Hintergrundstrahlung. Am Anfang aber noch in Form von extrem kurzwelliger Gamma-Strahlung. Nur da durch die Ausdehnung des Universums die Wellenlängen gestreckt werden (daher auch die Rotverschiebung der Galaxien), nahm die Wellenlänge der Hintergrundstrahlung kontinuierlich ab, bis sie auf die heutigen Wellenlängen im Mikrowellenbereich gedehnt wurden.

Hat man am Anfang überhaupt etwas sehen können? Nein, direkt nach dem Urknall war das Universum für einige hudertausend Jahre absolut dunkel, da die Wellenlängen noch alle deutlich über dem sichtbaren Licht lagen und es noch keine Sterne gab, es wäre halt nur extrem warm gewesen. Für eine kurze Zeit dürfte es mal helle gewesen sein, als die Hintergrundstrahlung über den Bereich des sichtbaren Lichts gedehnt wurde, dann war es wieder dunkel und erst ab ca. 300.000 Jahre nach dem Urknall können wir die Mikrowellenstrahlung einfangen.



Bildung von Sternen und Galaxien


Doch wie kam es jetzt überhaupt dazu, dass sich die Sterne bilden konnten?
Wäre die Materie, die sich nach dem Urknall gebildet hatte, absolut gleichmäßig und perfekt verteilt gewesen, dann wäre das niemals passiert. Es gab also eine bestimmte Fehlerquote bei der Enstehung des Universums (im Quantenvakuum sind ja alle Zustände gleichzeitig möglich, daher auch einer mit einer ungleichmäßigen, fehlerhaften Verteilung).
Diese Fehlerquote sehen wir am besten beim Betrachten der Hintergrundstrahlung. Mit normalen Messinstrumenten ist diese aus allen Himmelsrichtungen absolut identisch...aber wenn wir genauere Instrumente nehmen, erkennt man UNterschied in der Temperaturverteilung. Es gibt Schwankungen im Bereich von einigen tausendstel bis hunderdtausendstel Grad und das ganze bei nur wenigen zehnteln über dem absoluten Nullpunkt von -273,15°C.
So sieht die Karte aus, die 2005 von einem Satelliten der NASA aufgenommen wurde:



Wie man sieht, war schon beim Urknall die Energie nicht vollkommen gleichmäßig verteilt und genau das war auch der Anlass dafür, dass sich einige hundertausend Jahre nach dem Urknall die fast gleichmäßig verteilte Materie langsam aber sicher gegenseitig mal mehr mal wengier anzog, wodurch sich nach und nach immer größer werdende Wolkenhaufen bildeten.
Da das Licht glücklicherweise nicht instantan ist, sondern eben die Lichtgeschwindigkeit hat, können wir dadurch sogar bis zu diesem Zeitpunkt zurückblicken mit den Teleskopen, wenn auch die optische Auflösung nicht sehr detailreiche Bilder zulässt.

Zumindest bildeten sich irgendwann Materiehaufen, die durch die Anziehungsgeschwindigkeit mit einer Rotationsbewegung begannen (die Rotationsrichtung wurde einfach von der zahlenmäßig größeren Teilchenmenge bestimmt, welche in eine Richtung flog, die anderen wurden mitgerissen). Die meiste Materie sammelte sich im Zentrum zu einem großen "Klumpen", aber durch die Fliehkraft bei der Rotation bildete sich auch eine Scheibe von rotierender Materie. Die Materie im Zentrum wurde durch die immer weiter steigende Gravitationwirkung immer mehr verdichtet und da nun die Teilchen mehr und mehr miteinander kollidierten, stieg auch die Wärmeenergie im Zentrum immer weiter an und je stärker die Gravitation wurde, desto dichter und wärmer wurde es. Irgendwann reichte die Temperatur und Hitze aus, damit Wasserstoff zu Helium fusionierte und die dabei freiwerdende Energie erzeugte einen Strahlungsdruck, der der Gravitationskraft entgegenwirkte und so ein weiteres zusammenziehen der Materie verhindert. Diese Strahlungsenergie gelangte dann auch nach außen....ein Stern beginnt zu leuchten.

Die ersten Sterne, die Sterne der ersten Generation, waren aber extrem groß, es hatte sich ein sehr großer Haufen Materie gesammelt. Durch die extreme Größe und den hohen Druck fusionierten gleichzeitig sehr sehr große Mengen Wasserstoff und der Stern hatte eine extrem hohee Verbrennungsrate (und dadurch war er auch extrem hell), wodurch die Fusion nicht lange dauerte....durch die extremen Bedingungen enstand aber nicht nur Helium sondern auch immer mehr Elemente mit höheren Ordnungszahlen, bis irgendwann die Temperatur und Dichte nicht mehr ausreichte, um die Kerne noch weiter zu fusionieren.
Sobald der Strahlungsdruck im Inneren nachließt, fiel die Materie weiter in sich zusammen. Da beim schnellen Zusammenfallen kurzzeitig eine enorme Energiemenge durch Reibungsenerige frei wird, kommt es zur sog. Supernovae, der Stern explodiert.

Wichtiges Detail: diese Sterne der ersten Generation sind das Zentrum der heutigen Galaxien und die rotierende Materie um sie herum sind die Spiralarme der Galaxien.
Bei der Supernovae dieser ersten Sterne wurde ein Teil nach außen geschleudert und bildete den heutigen sichtbaren Kern der Galaxie, aber ein weit größerer Teil wird wahrscheinlich zu einem schwarzen Loch zusammengstürzt sein, welches das gravitative Zentrum der Galaxien bildet, weil durch irgendwa müssen diese ja zusammengehalten werden.

Nach diesen Sternen bildeten sich in den Spiralarmen die Sterne der zweiten Generation. Diese waren immernoch extrem groß und verbrannten auch innerhalb von wenigen Millionen Jahren...es waren die bekannten blauen und roten Riesensterne, wie z.B. noch einer im Sternbild Beteigeuze zu bewundern ist.
Auch bei diesen Sternen entstehen Elemente mit hoher Ordnungszahl (so z.B. Eisen, was in den Asteroidengürteln zu finden ist) und diese Sterne verbrennen recht schnell und vergehen dann in einer Supernovae und liefern dann den Grundstoff für die Sterne der dritten Generation, wie unsere Sonne einer ist.
Bei der Entstehung unseres Sonnensystems kam schon sehr viel Materie zu Einsatz, die aus diesen ersten beiden Sternengenerationen stammt, denn aus dieser Materie bildeten sich z.B. die Planeten. Da die Masse dieser Sterne sehr viel geringer ist, ist auch die Verbrennung langsamer und sie brennen dafür wesenltich länger.

Aber nicht nur die Masse der Sterne ist geringer: durch den Urknall bekam die Materie eine gigantische potentielle Energie, da sie auseinandergetrieben wurde. Durch die Anziehung untereinander wandelt sich diese potentielle Bewegungsenergie in kinetische Energie um und diese sorgt für die Wärme in den Sternen usw. Aber mit jeder Sternentstehung wird ein großer Teil dieser kinetischen Energie "verheizt" und zu Strahlungsenergie umgewandelt. Je weniger kinetische Energie vorhanden ist, desto weniger Energie haben auch neue Sterne. Bei den Sternen der vierten und fünften Generation (braune Zwerge) wird es dann sogar so sein, dass kaum noch eine Kernfusion starten kann.


In unserem Universum existiert zwar noch etwas potentielle Energie, aber da die Expansionsgeschwindigkeit offenbar die Gravitationskraft übersteigt, wird diese nie genutzt werden können und unser Universum wird bald eine extrem große, dunkle, kalte Leere sein. Aber auhc wenn die Graviationskraft ausreichen groß wäre, würde es zu einem schlussendlichen Kollaps kommen, bei dem die restliche Bewegungsenerige umgewandelt werden würde und danach wäre auch sie verbraucht und das Universum würde sich in einem großen schwarzen Loch bis zum Zustand des Urknalls verdichten um dann das Ende von Raum und Zeit zu finden.




Wie das Leben begann


Diese Frage ist, obwohl sehr komplex, trotzdem schnell zu beantworten:
Es begann wie auch beim Universum alles durch puren Zufall (und keine göttliche Fügung, wie viele "hoffen").

Der eigentliche Beginn vom Leben war geschaffen, als eine grundlegend Lebensfähige Zelle entstehen konnte, ein durch Lipide abgeschlossener Reaktionsraum, in dem grundlegende Elemente zur Vermehrung und Energieversorgung enthalten waren (das genau zu beschreiben würde jetzt weit in die BioChemie führen, doch das soll nicht Inhalt dieser Seite sein, kann aber gerne im Forum nachgefragt werden).

Für fast alle Menschen stellt sich jetzt die Frage:
wie konnte etwas so extrem komplexes wie so eine lebensfähige Zelle einfach im Ozean entstehen? Ganz einfach, die Menge machts. Es hat ca. 1Mia Jahre gedauert, bis es soweit gekommen ist und der Ozean umfasst schon ein "paar" Liter Wasser, selbst wenn wir nur das Oberflächenwasser der in Frage kommenden Regionen betrachten. Nehmen wir an, dass pro Stunde es in einem Liter Wasser zu einer zufällige Kombination der in der Ursuppe zahlreich vorhandenen Molekühle kam. So würden in dem Zeitraum 50.000.000.000.000.000.000.000.000.000 zufällige Komibinationen stattfinden. Und bei der gewaltigen Zahl wird es irgendwann einfach mal zu einem einfachen Vorgänger des Prokaryonten gekommen sein.

Und ab da setzt dann auch schon die Evolution an. Die Grundlage der Evolution ist, dass bei der Vermehrung Fehler auftreten und die Nachkommen keine identischen Kopien mehr sind. Nur ob die Fehler positiv oder negativ sind, dass stellt sich dann halt heraus. Nachkommen mit positiven Mutationen haben bessere Überlebenschancen und so tritt die Selektion ein, bei der sich halt immer die überlegenen "Mutanten" behaupten können. Und das hat sich bis heute fortgesetzt...nur dass die Evolution beim Menschen jetzt aufgehört hat. Denn bei uns werden auch fehlerhafte Mutationen geschützt, sodass sie eine Chance zum Leben haben und es wird nicht mehr lange Dauern, bis der Mensch dann selbst die Evolution in die Hand nimmt durch die Gentechnik.





Warum überhaupt?


Aufgrund der vorangegangen Artikel sollte die Antwort darauf eigentlich logisch sein.
Wir sind also einfach nur das Produkt einer Verkettung von Zufällen und Fehlerzuständen in einem gigantischen, dimensionslosen Nichts und wahrscheinlich existieren wir nichtmal, nur durch die Begrenzung von Raum und Zeit glaube wir, dass wir existieren und spätestens in der Unendlichkeit hören auch Raum und Zeit wieder schlussendlich auf zu existieren, und alles ist wieder im anfänglichen Quantenvakuum und da dort unendlich viele Zustände parallel exisiteren und nicht, könnte ein Teil von uns sogar Bestandteil von einem anderen Universum sein.

Oder würde die Beantwortung der oben genannten Fragen nach Raum, Zeit, Gravitation, Wahrnehmung daran etwas grundlegend verändern?

Wie sieht es überhaupt mit dem Wunsch nach ewigem Leben aus? Mal abgesehen davon dass ja nichtmal das Universum ewig exisieren kann. Wäre es denn überhaupt wünschenswert, wenn wir Raum und Zeit überlisten könnten und die Parallelität des Quantenvakuums für uns zunutze machen könnten. Weil auch wenn es unendlich viele verschiede Universen geben würde, nach was würde man in so einem ewigen Leben streben wollen? Im eigenen Universum hat man definitiv irgendwann alles gesehen und in einem anderen Uni hat man auch irgendwann alles gesehen und da man dann die Prinzipen von Raum und Zeit kennt, kann man sich auch vorstellen, wie andere Universen ungefähr aussehen würden. Ewig leben und dann ewig entweder das Gleiche tun oder Dinge erforschen, die man sich auch denken kann.

Nur für was lebt man überhaupt, wenn man wie wir, nicht ewigt lebt? Es ist offensichtlich, dass es zu eigentlich 100% keine Möglichkeit gibt, dass irgendeine Information im Universum überleben wird. Irgendwann wird also auch die Erinnerung an unsere Taten erlischen.
Und auch wenn wir einen Weg finden würden, die Endlichkeit des Universum zu überrumpeln, damit die Menscheit ewig exisiert mit ewig vielen Generationen. Irgendwann werden sie es ja doch vllt mal schaffen, ohne kriege zu leben und Armut und Hunger zu beseitigen. Die Menschen leben dann also Tagein und Tagaus in einer fast perfekten Gesellschaft und man muss sich nur noch darum kümmern, dass man es gut zum Leben hat. Man lebt dann halt einfach nur noch....wofür? Es gibt keine Probleme mehr irgendwann zu lösen, keine Krankheiten zu bekämpfen usw. Alles das, was unser Leben ausmacht, wir streben danach, besser zu sein als wie wir sind.
Aber irgendwann erreichen wir dann definitiv einen Zustand, wo kaum noch was möglich ist. Setzen wir dann also Kinder in die Welt, damit sie dann jeden Tag das machen können, was vorallem Menschen der jungen Generation möglichst jeden Tag machen wollen, also Feiern usw.?



Also kurz gefragt: hat es überhaupt in irgendeiner erdenklichen Hinsicht einen Sinn, dass wir leben?
Wo wir nix weiter als ein Zufallsprodukt vieler Fehler sind, das nichtmal existiert.


Es gibt leider keinen einzigen Hinweis darauf (nichtmal den winzigsten Deut eines Ansatzes), dass man diese Frage mit einer positiven Antwort beantworten könnte.

Wir leben also, um zu sterben.... NA SUPER

Diese Aussage klingt natürlich schon extrem krass und sie erschreckt mich auch selbst, da hat man schon soviel im Leben erreicht und das ganze ist für nichts. Aber eine logische Gegenargumentation gelingt einfach nicht....und jeder Versuch einer solchen Gegenargumentation endete dann doch wieder in der reinen Hoffnung, dass es nicht so sei, weil der Verstand es einfach nicht akzeptieren will.
Sollten meine Argumentationen doch völlig falsch sein, bzw sollten unwiderlegbare Gegenargumente existieren, würde ich mich freuen, wenn wir uns im Forum darüber austauschen könnten, dazu gibt es einen extra Wissenschaftsbereich.

Oder wenn ihr einfach Fragen zu dem hier sehr kurz und oberflächlich gehaltenen Abriss über Urknall, Galaxieentstehung, Planetenentsteheung, Entstehung des Lebens usw habt, steh ich euch gern im Forum zur Verfügung.


Erstellt von: Robert Menger (Domaininhaber); letzte Aktualisierung: 21.03.2015
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